Am 2. Mai ist Weltlachtag. Jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai lachen Menschen auf der ganzen Welt für Glück, Gesundheit und Weltfrieden. Die Idee stammt aus dem Lachyoga, das der indische Arzt Dr. Madan Kataria „erfunden“ hat. 1995 begann er mit einer Gruppe von fünf Menschen in einem Park in Mumbai mit dem gemeinsamen Lachen. Heute ist Lachyoga eine weltweite Bewegung, die in 116 Ländern in vielen Lachclubs praktiziert wird. Was hat es damit auf sich? Es geht hier um gemeinsames Lachen, aber ohne Witze und Comedy. Also um „Lachen ohne Grund“, das zunächst durch bestimmte Übungen oder Spiele in Gang gesetzt wird und sich dann im besten Fall in einer freudigen Stimmung durch die Gruppendynamik und Blickkontakte verselbstständigt. Das Training kombiniert Lachübungen, Stretching und andere Körperübungen mit Atemtechniken des Pranayama Yoga. Aus spielerische Art und Weise fließen Rollenspiel-Elemente,  Visualisierungsübungen, aber auch Singen und Tanzen mit ein. Lachyoga kann auch stille Meditationen beinhalten – es gibt unterschiedliche Varianten. Den Namen „Lachyoga“ wählte Dr. Kataria vor allem aufgrund der Kombination der Lachübungen mit den Yoga-Atemtechniken. Diese werden wohl schon seit tausenden Jahren praktiziert und wirken auf Körper, Geist und Emotionen. 

© contrastwerkstatt/stock.adobe.com

Vorteile von Lachyoga:

  • Es hebt die Stimmung, denn der Körper schüttet dabei Endorphine („Glückshormone“) aus. Der Körper unterscheidet übrigens nicht zwischen „echtem Lachen“ und „Lachen ohne Grund“. Er profitiert auch von den Lachübungen, wenn sie lange genug und regelmäßig durchgeführt werden. Lachyoga führt oft dazu, dass man in das „echte Lachen“ hineinfindet.
  • Es fördert die Gesundheit: Lachen reduziert Stress und stärkt das Immunsystem – das haben Untersuchungen gezeigt.
  • Es steigert die Leistungsfähigkeit: Lachyoga stimuliert die Zuführung von Sauerstoff und setzt Energien frei. Man fühlt sich fitter und kann laut Dr. Kataria mehr arbeiten ohne zu ermüden. 
  • Es verbindet Menschen: Das gemeinsame Lachen fördert soziale Kontakte, schafft Gemeinschaft und Gemeinsamkeiten. Die „Lachyoga-Familie“ verteilt sich heute über die ganze Welt.
  • Es kann Helfer in schwierigen Zeiten sein: Lachyoga lehrt das „bedingungslose Lachen“ unabhängig davon, ob es uns gerade gut oder schlecht geht. So lassen sich auch Krisen und Herausforderungen besser meistern. 

Seit Beginn der Corona-Pandemie wird auf der ganzen Welt online gelacht. Das erschien vielen zunächst befremdlich. Doch bald zeigte sich, dass es mit guter Anleitung funktioniert und dass es dank zoom, Skype & Co. noch einfacher ist, Menschen zum gemeinsamen Lachen und Meditieren zusammenzubringen. Ich habe Lachyoga vor genau einem Jahr anlässlich des Weltlachtags entdeckt und seitdem an vielen Online-Lachtreffen, einem Basistraining und einem Lehrgang zur Lachyoga-Leiterin teilgenommen. Die zertifizierte Lachyoga Master-Trainerin Gisela Dombrowsky  hat mir die Geschichte, gesundheitlichen Vorteile, viele Übungen und Techniken nahe gebracht. Sie leitet Lachgruppen (in normalen Zeiten in Neuss und Düsseldorf als Präsenzveranstaltungen, im Sommer z.B. im Düsseldorfer Volksgarten) und bildet Lachyoga-Leiter und -Lehrer aus. In einem mehrwöchigen Online-Retreat hatte ich anschließend Gelegenheit, mit dem Begründer Dr. Kataria (oder, wie er sich mit einem Augenzwinkern auch nennt, dem „Laughter Guru“) und anderen erfahrenen „Lachyogis“ die Techniken zu vertiefen.

Ich empfehle, das „Lachen ohne Grund“ einmal auszuprobieren. Wer nach „Lachyoga“ oder „Lachtreffs“ googelt oder in sozialen Netzwerken danach sucht, findet derzeit reichlich Online-Angebote. Viele davon sind kostenlos. So lässt sich ganz unverbindlich, in geschütztem Rahmen und unter Anleitung ausprobieren, wie sich das gemeinsame Lachen körperlich und seelisch auswirkt. Es gibt auch spezielle Angebote für Kinder, Senioren, Männer und Frauen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Präsenz-Lachclub vor Ort zu besuchen, sobald es wieder möglich ist. 

Nun heißt es aber erst einmal wieder: „Auf zum Weltlachen“ am 2. Mai. Über die folgenden Links gibt es Informationen über Angebote und eine Botschaft von Dr. Kataria auf Deutsch.

Viel Spaß dabei, oder wie es meine Lachyoga-Lehrerin Gisela zu sagen pflegt: Lacht’s gut! 

Das könnte Sie auch interessieren:

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.