Arthrose – häufig und vielschichtig

„Arthrose“ – das klingt nicht besonders schön, betrifft aber viele Menschen. Immerhin sprechen wir von der weltweit häufigsten Gelenkerkrankung. Allein in Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an Arthrosebeschwerden. Weil die Erkrankung schleichend beginnt und zunächst keine Schmerzen verursacht, wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.

Am häufigsten sind Hände, Knie und Hüften betroffen, aber auch alle anderen Gelenke können befallen sein. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Arthrose keine reine Alters- und Verschleißkrankheit, sondern eine vielschichtige Erkrankung mit verschiedenen möglichen Ursachen und Ausprägungen ist. Zunehmendes Alter, Übergewicht und weibliches Geschlecht erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken. Doch damit ist noch längst nicht alles erklärt.

Knie Schmerzen beim Bergsteigen

© Markus Bormann/stock.adobe.com

Hormone, Gene und unser Stoffwechsel können ebenfalls eine Rolle spielen. Angeborene Fehlstellungen, Verletzungen oder Unfälle begünstigen die Entstehung von Arthrosen – bei älteren wie bei jüngeren Menschen. Dass Arthrosen nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen betreffen, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Wer sich in Selbsthilfegruppen und -foren umhört, erfährt, dass sich jüngere Patienten oft von ihren Ärzten nicht ernst genommen fühlen („Sie sind doch noch viel zu jung!“).

Neuere Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass nicht nur das Körpergewicht (Übergewicht) Einfluss auf die Entwicklung von Gelenkschäden nimmt, sondern auch die Fettverteilung und insbesondere die Menge des Bauchfetts. In diesen Fettpölsterchen laufen biochemische Reaktionen ab, die den Stoffwechsel beeinflussen und unbemerkt stille Entzündungen in Gang setzen. Diese schädigen mit der Zeit auch die Gelenke und begünstigen den Knorpelabbau.

Bestimmte Lebensmittel können Entzündungen anfeuern, etwa Zucker und Fleisch im Übermaß. Andere Speisen wirken eher wie Entzündungshemmer. Dazu gehören vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Salat, frische Kräuter, Früchte sowie bestimmte Pflanzenöle und Gewürze. Je mehr wir davon verzehren, desto besser für unsere Gelenke. Aber auch Fettfische wie der Hering sind günstig, um Entzündungen zu lindern. Die Art der Ernährung spielt also eine Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf der Arthrose. Dazu gibt es demnächst an dieser Stelle weitere Beiträge.

 

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1 Kommentar

  1. Hallo Ruth, nachdem schon einmal deine Hilfe gesucht habe, bin sehr froh über deinen Bericht der Arthrose. Ich war bei meinem Schmerzarzt und fragte ihn, warum es am Ďaumen meiner linken Hand so furchtbar wehtut. Ich muss dir dazu schreiben, dass ich 1998 und 2000 Non Hodgkin Lymphom, beide Male nach dem Erkennen im 4.Stadium. Im Jahr 2000 bereitete mich Professor Freund auf eine Knochenmark Transplantation vor, die am 8.11.2000 stattfand– und schiefging. Ich bekam eine schwere Polyneuropathie in der linken Körperseite, eine leicht bis mittelschwere rechts. Im Laufe der Jahre kamen viele Erkrankungen dazu. Ich bekam eine neues Hüftgelenk, ich wurde am Knie operiert, vieles andere noch, aber vor 2Jahren fing der Ďumen ballen an, stark wehgetan
    Ich bekam von meinem Schmerzarzt sowas wie einen fingerlosen Handschuh mit Klett verschrieben. Unterdessen tun mir an beiden Händen auch alle Fingergelenke sehr weh. Ich hatte dir damals, glaube ich, geschrieben, dass mein 2.Sohn in Hamburg das Studium zum Oekotrophoĺogen gemacht hat, ist jetzt in Münster und macht den Master. Gestern Abend haben wir telefoniert. Ich erzählte ihm, dass ich in der Physiotherapie die Hände nicht auf der Therapiebank aufstellen kann, alles tut weh, auch die Schultergelenke. Die Knie tun beide weh, sind auch innen dick. Ich weiss nicht, ob dort überall Arthrose drin sein kann. Am Montag hatte ich auch Therapie, ich war furchtbar kaputt danach. Vielleicht sollte ich noch erklären, ich bin 100% Schwerbeschädigt und habe Pflegegrad 3, bin zu allem noch immer seit der Transplantation unter Morphium. In der Nacht nach der Physiotherapie bin ich vor Schmerzen im ganzen Körper aufgewacht, vorallen aber die Beine. Ich habe seit ein paar Jahren Übergewicht, weil ich nur noch nach draußen gehe, wenn ich Termine habe.Ansonsten liege ich und lese. Du schreibst über die Röllchen am Bauch, bei mir ist es eine fette Rolle. Und was ich natürlich weiß, dass gerade das Bauchfett noch andere Krankheiten hervorrufen kann. Nach dem ersten Mal Krebs 1998 war nach der Hochdosischemo der Darm am Durchbruch. In einer Nacht- und Nebelaktion bekam ich einen Dünndarmbeutei, (entschuldige bitte, ich habe doch wirklich vergessen, wie das Ding heißt, na ja, ich schiebe es aufs Alter, ich bin jetzt 72 Jahre) , der zurückversetzt werden konnte. Ich habe immer Bauchschmerzen, ich kann dort nicht mehr operiert werden, wo mal der Beutel war, ich bin 3x operiert, das geht wegen der ganzen Verwarnung am Darm nicht mehr..
    Meinen Sohn brauche ich im Augenblick nicht nach Arthrose fragen, denn gerade bei Diabetes und die Krankheiten dazu.
    Liebe Ruth, sei nicht böse, dass ich soviel geschrieben habe, aber ich war richtig glücklich, als ich sah, über welches Thema du geschrieben hast. Also, es ist möglich, dass ich überall Arthrose habe,ja?? Ich muss anders essen, ich müsste meine dicke Rolle wegkriegen und an Gewicht verlieren, ca 10 bis 15 kg, bei 10 kg habe ich immer noch 73kg. Zuviel, ja? Als ich 3 Monate nach dem 2.mal Krebs noch eine ganz schwere Encephalitis bekam und nach 4 Monaten Krankenhaus Aufenthalt Rostock/ Schwerin wieder aufwachte und als Pflegefall ins Pflegeheim kam, wog ich noch 47kg.
    So liebe Ruth, vielleicht könntest du mir schreiben, ob ich mit meinen Fragen richtig liege.Wenn du auf meine Fragen antworten könntest, wäre ich dir sehr dankbar. Ich .uss was tun.
    Ganz ĺiebe Grüsse von Annemarie

    Antworten

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